\"Max Steiner knows more about drama than any of us\"Bette Davis (Hollywood, 1934)Der Wiener Max Steiner schrieb für über 300 Hollywood Filme sinfonische Partituren, darunter Filmklassiker wie VOM WINDE VERWEHT, CASABLANCA und KING KONG.Insgesamt wurde Steiner 18-mal für einen Academy Award nominiert und dreimal mit einem Oscar geehrt.Auf einem Hügel in der Abenddämmerung ist Scarlett O´Haras Silhouette zu sehen. Neben ihr ein mächtiger Baum, vor ihr der Landbesitz der Familie O´Hara. Und mit ihren Worten „Gott sei mein Zeuge: wenn das alles vorbei ist, werde ich stärker sein.. und nie mehr werden wir Hunger leiden..“, erklingt das berühmte Filmmusik-Hauptthema Vom Winde Verweht.Diese mitreißende Filmmelodie, eine der bekanntesten die je geschrieben wurde, entstammt der Feder eines Wiener Komponisten: Max Steiner.W I E N E R A N F Ä N G EMax Raoul Steiner wurde am 10.05.1888 in Wien geboren und nach seinem bekannten Großvater, Maximilian Steiner, Impresario des Theaters an der Wien, benannt. Der Vater, Gabor Steiner, Direktor des Ronachers und Orpheums, konzipierte außerdem den beliebten Vergnügungspark Venedig in Wien und ließ das Riesenrad im Wiener Prater erbauen.Bereits mit 16 Jahren absolvierte Max Steiner die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, und ging schließlich über London nach New York, wo er eine Vielzahl von Broadway Musicals dirigierte und arrangierte und sich in Kürze einen anerkannten Namen schuf.I N D E R T R A U M F A B R I KAm Beginn der Tonfilm-Ära wurde man auch in Hollywood auf Max Steiners Talent aufmerksam. Max Steiner wurde Musikalischer Leiter des RKO-Filmstudios in Hollywood.1933 schuf Steiner für den Film King Kong die erste synfonische Filmpartitur Hollywoods. Erst seine farbenprächtige, großorchestrale Musik verlieh dem Film seine Ausdruckskraft und „King Kong“ wurde ein sensationeller Erfolg.Max Steiner initiierte somit die Ära des dramatischen \"Film-Scorings\" Hollywoods und wird seither als der Vater der Filmmusik verehrt.Er brachte die Methodik von Wagner, Strauss und Mahler von Wien nach Hollywood und integrierte sie in seine epischen scores. Durch innovative Methoden gelang es ihm erstmals, die Musik mit den visuellen Aspekten des Films zu synchronisieren. Er etablierte die „Leitmotiv“-Technik für den Film, indem er bestimmten Figuren ein eigenes musikalisches Thema zuordnete und durch Integration von landestypischen Klängen verzauberte er die Zuseher in die Gegend, in der der Film spielte.Später wechselte Max Steiner zu Warner Brothers, wo er auch die Fanfare für das Studio komponierte, welche seither den Beginn deren Filme einleitet.Im Alter von 83 Jahren verstarb Max Steiner am 28.12.1971 in Beverly Hills. Er hatte - verglichen mit allen anderen Komponisten seines Genres - eine der längsten und erfolgreichsten Karrieren im Filmmusikgeschäft des 20. Jahrhunderts und wurde zum großen Vorbild für seine Nachfolger. Am Hollywood Walk of Fame wurde der Wiener mit einem Stern geehrt, weiters ziert seit 2003 eine Photographie Steiners eine US-amerikanische Briefmarke. |